Ein einzelner Tag kann oftmals eine unfassbare Anzahl an Situationen haben.
Und im Grunde möchten wir in jeder dieser Situationen aktiv sein.

Gespräche, die wir führen,
Pläne, die wir ausarbeiten,
Themen, die wir umsetzen,
jeder Bereich für dich fordert unsere gesamte Aufmerksamkeit ein.

Wir möchten aktiv sein, wach sein, aufmerksam, um alles wichtige erfassen und auch noch umsetzen zu können.
Und das erst recht, wenn wir Themen umsetzen, die uns wichtig sind, von denen wir uns versprechen, dass sie sich optimal entwickeln sollten.

Das, was wir am Abend, nach einem anstrengenden Tag dafür tun können, um Energie zu tanken, reicht unmöglich aus.
Die Aktivitäten während eines Tages sind um vieles länger, als die Energie, die wir abends auftanken könnten.
Einmal abgesehen davon, dass es uns mit Sicherheit auch abends nicht gelingt, denn auch zu Hause oder in der Freizeit ist nicht einfach nur Zeit für uns selber da.
Und da dann auch noch die Ruhe zu haben, wirklich aufzutanken, das ist manchmal einfach nicht möglich.

Das heißt, was wir wirklich brauchen, sind Möglichkeiten, bereits DIREKT IM ALLTAG.

Und hier haben wir fantastische Möglichkeiten, wie uns der Körper dabei unterstützen kann.
Ein Wach sein, ein Aktiv sein, mitten im Alltag.

Wirklich wach sind wir, wenn wir dem Körper ermöglichen, ein Körper zu sein.
Wenn du an Mathematik oder Physik denkst, dann ist ein Körper immer dann ein Körper, wenn Wände und dadurch einen Innenraum hat.
Genauso ist es auch mit unserem Körper.
Die „Wände“ sind die Haut, sind die verschiedenen Richtungen:
oben, unten, rechts, links, vorne und hinten.

Haben wir den Körper in alle Richtungen aktiviert, sind wir präsent, wir fühlen uns wach.
Diese Richtungen aktivierst du, indem du bewusst nach allen Seiten den äußeren Raum kontaktierst.
Das kann Kontakt zu allem sein, was du im Moment berührst, oder auch Kontakt zur Luft.
Suche in alle Richtungen den Kontakt nach außen.

Sobald du diese Richtungen alle – möglichst gleichzeitig – nach außen kontaktierst, hast du, so wie jeder andere Körper, einen inneren Raum zur Verfügung.

Diesen Raum verlieren wir im Alltag oft, wir fühlen uns flächig.
Was zur Folge hat, dass wir uns auch so bewegen – wir machen oft Bewegungen, die nur zur Seite oder nur nach vorne sind.


Wie du dies ändern kannst?

Indem du damit beginnst, deine Bewegung wieder groß in den Raum hinein zu machen.
Denn so wie du deinen inneren Raum brauchst, brauchst du genauso auch den äußeren Raum rund um dich:
zum einen, um deinen eigenen Richtungen zu diesem äußeren Raum zu kontaktieren,
zum anderen, um dich in diesem äußeren Raum zu bewegen.

Du machst das natürlich in deinen Bewegungen automatisch.
Klar bewegst du Arme oder Beine automatisch hinein in diesen äußeren Raum.
Alleine wenn du nach etwas greifst, bewegst du dich in diesen Raum hinein.

Entscheidend ist allerdings, wie groß machst du deine Bewegung.
Und – wie bewusst ist dir die große, raumgreifende Bewegung.



Diese große Bewegung haben wir tatsächlich durch unsere Gewohnheiten im Alltag in den letzten Jahren verlernt.
Gründe dafür:
zum Beispiel die Technik.
So genial die Technik für uns ist, so sehr müssen wir darauf achten, dass wir körperlich ausgleichen.
Beobachte die einmal: wenn du mit Technik aktiv bist, sind deine Bewegungen sehr zurückhaltend, sehr minimalistisch.
Vor allem dann, wenn wir am Computer, Smartphone, Handy, TV,….. aktiv sind.
Und dazu kommt, dass Körper und Gehirn das abspeichern, was wir viel „üben“ – das heißt, was wir richtig oft machen.
So speichert der Körper in der heutigen Zeit diese kleinen Bewegungen ab, nach dem Motto: was du oft machst, erkennt der Körper als richtig an.

Ein zweiter Grund, warum wir Bewegung verkleinert haben:
ich denke, wenn ich dir das Folgende beschreibe, wird es dir schnell klar sein.
Ein Kleinkind, ein Baby, macht von Natur aus große Bewegungen.
Es greift nach außen, macht sich so groß wie möglich, um etwas zu erreichen.
Und warum macht das Baby das?
Weil es neugierig ist, weil es wissen möchte, wie sich etwas anfühlt.
Und nun stellt sich die Frage: wie neugierig ist heutzutage der Erwachsene noch?
Wie viel von der äußeren Welt möchte er mit echter Neugierde wissen?
Wissen im Sinne von „Leben lernen“ und nicht im Sinne von Wissen aus Büchern übernehmen.
Wir möchten oftmals Ruhe vor dieser äußeren Welt – was wieder zur Folge hat, dass wir uns auch in der Bewegung zurückziehen, nach innen ziehen.


Und ein dritter Grund, der folgert aus einem sehr natürlichen Gesetz heraus.
Wir sind im Alltag sehr gefordert, haben dadurch oft das Gefühl, dass wir uns zu sehr in dem verlieren, was rund um uns passiert.
Überall werden wir gebraucht, jeder möchte etwas von uns.
Und dabei vergessen wir oft auf uns selber.
Nun haben wir das Bedürfnis, uns zu zentrieren.
Was wirklich hervorragend ist.
Wichtig ist nun aber, dass wir uns nicht nur zentrieren.
Denn durch zu viel Zentrieren in uns passiert wieder, dass wir auch die Bewegung aus dem Außen zurückziehen.

Was wir brauchen, um einen Körper zu haben, und keine Fläche,
um den idealen Ausgleich zur großen Bewegung anstatt nur Rückzug zu finden,
ist das ausgewogene Verhältnis zwischen innen und außen.

Das ideale Verhältnis zwischen:
gut bei dir selber und gleichzeitig aber auch den äußeren Raum wahrzunehmen und zu nützen.

Und um den äußeren Raum zu nützen, gilt es, große, raumgreifende Bewegung zu machen.
Dadurch erreichen wir, dass wir 3-dimensional werden.
Und vor allem, dass uns die eigene 3D-Bewegung bewusst wird.
Natürlich sind auch kleine Bewegung 3-dimensional. Allerdings ist uns das nicht bewusst, da uns in der Beobachtung die räumliche Wahrnehmung fehlt.
Kleine Bewegung erscheinen uns rasch als Linie, als so minimal, dass wir die Dimensionen nicht spüren können.
Dieses Spüren brauchen wir aber.


Diese 3-Dimensionalität ist alleine deshalb schon so wichtig,
weil von Natur aus unser gesamter Körper 3D ist.
Jedes einzelne Teil im Körper ist 3D.
Wir haben keinen einzigen geraden Teil in unserem Körper.
Alles ist in Bogenform oder spiralig: jeder Knochen, jeder Muskel, jede Verbindung in uns.

Genauso auch die Sinne.
Und über die empfangen wir ja alle Informationen.
Durch die Sinne und durch das Greifen in den Raum.

Versuche es einmal:
mache große Bewegungen nach außen.
Du wirst es kaum schaffen, eine wirklich gerade Bewegung zu machen.
Je größer du dich bewegst, desto bogenförmiger wird deine Bewegung.
Und du wirst automatisch Bewegungen in verschiedene Richtungen machen. Du beginnst, die Richtungen rund um dich zu nützen.
Du wirst, innen wie außen, 3D.


Und das macht wach. Alleine dadurch wirst du wesentlich präsenter, wesentlich aktiver werden.

Erlaube dir, dass du
1.
deinen Körper in alle Richtungen nach außen kontaktierst
und
2.
dass deine Bewegung – auch im Alltag – immer wieder einmal groß sein darf, in alle Richtungen nach außen.

Greife zum Beispiel bewusst mit großer Bewegung nach etwas.

Diesen Ausgleich zwischen deinem Innen und dem Außen kannst du körperlich auch noch spezieller nützen.
In der Körperbewegt-Methode wende ich hier viele verschiedene Themen ein.
Ein Besonderes möchte ich dir hier gerne mitgeben:

Nütze deine Schlüsselbeine, um wacher zu werden.
Erlaube deinen Schlüsselbeinen, dass sie breit sein dürfen.
Richte dich so aus, dass sie wie 2 breite Wege sein dürfen.
Die Schlüsselbein beginnen ja nur wenig unterhalb von deinem Hals und reichen bis zu den Schultergelenken.
Stell dir nun bitte vor, dass sie sogar noch breiter sein dürfen.

Lass dabei ein Bild deiner Fantasie entstehen – und stell dir Schlüsselbeine vor, wie breite Wege, einer nach links, der andere nach rechts.
Wege, die über deine Schultern hinaus reichen, bis an die Luft.
So ähnlich wie Antennen dürfen sie rein seitlich neben dir die Luft tasten.
Und Achtung – lasse sie wirklich seitlich hinaus reichen, zieh sie nicht nach hinten weg.

Alleine dadurch wirst du in Sekundenschnelle spüren können, wie du sofort präsenter, wacher und offener bist.
Einfach empfangsbereiter.
Diese Schlüsselbeine haben eine sofortige Wirkung auf Nacken und Kopf.
Nicht nur, dass deine Muskeln idealer ausgerichtet sind, es entspannt dein Kopf, weil er leichter wird.
Besser nach oben ausgerichtet.
Alles in deiner Haltung wird leichter, verliert an Schwere.
Selbst dein Atem wird fließender und tiefer in dir spürbar.

Um nun für die Schlüsselbeine auch noch die 3D – Wirkung zu ermöglichen, beziehe nun dazu bitte auch noch den Rücken mit ein.
Visualisiere dir deinen Rücken, stelle ihn dir in Gedanken vor in seiner vollen Größe.
Und lass dann deinen gesamten Rücken nach hinten tasten. So als hätte der Rücken überall Sensoren, die nach hinten tasten.
Du machst so keine eigentliche Bewegung – nicht Bewegung von der Art, was wir sonst als Bewegung bezeichnen.
Und doch wirst du spüren, dass dieses Rückentasten Bewegung spüren lässt:
Bewegung deiner Haut, Bewegung in deinem Inneren.

Spürst du, wie du durch dieses Rückentasten sofort ankommst – im jetzigen Moment?
Du bist einfach sofort DA.
Und bist dabei alles andere als passiv.

Und nun: beobachte dieses Tasten des Rückens und setze gleichzeitig dazu deine Schlüsselbeine ein.
Nun erreichst du dieses satte Anwesend sein gemeinsam mit der Leichtigkeit durch die Schlüsselbeine.
Du bist wach, willst und kannst aktiv sein.

Wenn du dazu nun auch noch die raumgreifende Bewegung einsetzte, kann dich nichts mehr aufhalten,
deine gewünschten Themen aktiv umzusetzen :-)

Wende diese Möglichkeiten, dieses Verbindungen immer und überall an – wo und wann immer du möchtest.
Und du wirst sehen, es öffnet dein Denken, deine Sinne, du fühlst dich wacher,
und freier in deinem Körper.


Möchtest du mir schreiben, wie dieses Thema, diese Übung bei dir wirkt?
Oder hast du Fragen dazu?
Dann schreib mir doch gerne unten ein Kommentar.
Ich freu mich, von dir zu hören.



In meiner Facebook-Gruppe spreche ich Live jeden Mittwoch über ein spezielles Thema,
vor allem darüber, wie sich Körper und Persönlichkeit ergänzen,
wie dich dein Körper im Alltag unterstützt.
Dazu schreibe ich auch öfters Tipps zu diesen Themen.
Sei mit dabei, du findest meine Gruppe unter: Körperbewegt – Methode


Und wenn du Übungen gerne ausprobieren möchtest –
ich habe kostenlose Übungen für dich:
Übungen für
– deine innere Stärke
– die dir neue Energie geben für deinen Alltag
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Hier findest du die Übungen – ich freu mich, wenn du sie dir gönnen möchtest:
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Ich wünsche dir viel Genuss dabei!
Deine Ulrike Bauer



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